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KONZERTE Kompositionen von Tieren, Menschen & Zufällen


groove-hkw

Noch bis zum Sonntag, den 24. Februar, wird das Haus der Kulturen der Welt in Berlin zu einem Ort der Töne und Geräusche, die von Tieren, Maschinen oder Zufällen produziert wurden. Den Beginn der Konzertreihe machte gestern David Cope – der „wohlprogrammierte Komponist“, der aus einer riesigen Datenbank klassischer Musik schöpft. Der ehemalige Musikprofessor schuf ein Computerprogramm in denen in einzelne Bausteine zerlegte Kompositionen von Bach, Mahler oder Mozart, neu arrangiert werden. Cope löst den Begriff von Autorschaft auf, indem er Tonfolgen, – längen, und -höhen schon bestehender Kreationen, von der von ihm erfundenen Software EMI (Experiments in Musical Intelligence) neu arrangieren und so neue Werke im Stil von Bach, Mahler oder eben auch Mozart entstehen lässt.


David Cope used his Experiments in Musical Intelligence program to compose Zodiac, twelve short works for string orchestra in the style of Vivaldi. This is Taurus. The video is also algorithmically created.

Seine Nachfolgesoftware namens Emily Howell ist um ein vielfaches autonomer, das heisst kreativer geworden. Beeindruckend ist der Versuch des Kammerensembles Neue Musik, diese artifiziellen Werke wieder menschlich werden zu lassen. Dabei herausgekommen ist ein zarter Strom von Tonabfolgen, teils melodisch, teils disharmonisch verzögert – die ausklingende Stimme eines Streichers wird von einem anderen Musiker aufgegriffen und fortgeführt. Berührende Kompositionen – die Frage, nach dem Autoren bleibt unbeantwortet: sind es die rekombinierten musikalischen Zellen, die Software oder deren Erfinder David Cope?

In der unmenschlichen Lounge zeigt Tamer Fahri täglich um 18.30 Uhr das Gerätekonzert, bestehend aus hunderten Bohrmaschinen, die auf vier Blöcken zueinandergerichtet einen Chor aus ungehörten Interferenzen bilden.

Alle weiteren Konzerte und Tagesprogramme findet Ihr auf www.hkw.de.

Foto: Nasa, Melanie Bonajo

GROOVE 161

Mit unserer großen Titelstory anlässlich des 40. Geburtstags der Maxi-Single, einem 14-seitigen Special zu arabischer Clubmusik, der exklusiven Mix-CD von Job Jobse uvm.

Releases der Woche

Alt und neu: Plaid, Radio Slave, Jeroen Search und der Jubiläumscompilation von Blueprint sowie Daniël Jacques, Keita Sano und Debüts von Vicmari und Asher Levitas.

Lady Blacktronika

DJ, producer, label owner, Disco aficionada – there’s many sides to Akua Grant. Her mix for the Groove podcast explores the latter.

Summer up fürs Melt! Festival 2016

Das kommende Melt! Festival bietet mehr als nur ein sattes Programm. Wir verraten euch unsere Highlights und verlosen in Kooperation mit Desperados Tickets!

James Blake

In his exclusive interview with Gianina Selejan, the British producer talks about his new album, depression and trying to do exactly what it is he wants to do.

Andreas Gehm

Der Acid-Liebhaber ist vergangenen Sonntag gestorben. Thomas Venker vom Kaput Mag erinnert sich an einen Menschen, der uns mit mehr als Musik bereichert hat.

KETEV

Yair Elazar Glotman’s work can hardly be pigeonholed. Read our interview with the producer and listen to a track from his new album under his KETEV moniker.

Wilde Möhre 2016

Bei dem nachhaltigen Festival gibt es weit mehr als nur Musik – nämlich noch sieben weitere Programmsparten. Mit dabei ist unter anderem Marcus Worgull.

Bjarki

Don’t think you’ve figured out Bjarki, because you clearly haven’t. The Icelandic producer’s 10 favourite tracks will surprise you. Oh, and he’s starting a label.

Asher Levitas

Old Apparatus-Mitglied Asher Levitas gibt auf „Lit Harness“ Einblick in sein Seelenleben, bleibt aber unnahbar. So schaut auch das Video zu „Withdrawn“ aus.

Oddgrad

Hobbies: Fischermützentragen und Harsh Noise. Oddgrads neue EP bei Gang Of Ducks bietet kratzigen Minimalismus. Hört sie bei uns in voller Länge!

Stanislav Tolkachev

Der neue Track des Ukrainers auf I/Ys zweiter „Moments“-Compilation klingt wie immer: Anders. Für die Releaseparty der EP verlosen wir Tickets!

MIRA Festival Berlin 2016

Spanisches Bier, außerweltliche Visuals und Musik abseits der Konventionen: Groove-Autorin Cristina Plett erlebte die Berlin-Premiere des Mira Festivals.