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ALEX.DO Am Deck 05

Alter: 22

Homebase: Berlin, Resident bei Dystopian.

Erste Platte: The ProdigyMusic For The Jilted Generation

Was mich zum DJ gemacht hat: Meine Leidenschaft.

Erster Mix: Das erste Mixtape dürfte so um 2006 oder 2007 herum gewesen sein.

Ich lege auf mit: Vinyl.

Meine Musik: Es gibt so viele verschiedene Sachen, die mir gefallen. Wenn ich Techno spiele, dann aber immer möglichst facettenreich.

Das Beste beim Auflegen: Die schönsten Situationen hatte ich bis jetzt immer dann, wenn ich im Fluss war und nicht mehr darüber nachgedacht habe, was ich denn als Nächstes spielen sollte und was besser nicht. Manchmal kommt es mir dann so vor, als ob die Crowd das auch wahrnimmt und so eine Art blindes Vertrauen zwischen DJ und Tänzern entstehen kann, was für mich oft eine ganz besondere Atmosphäre erschafft.

Und das Nervigste: Wenn die Technik spinnt.

Schlimmstes Erlebnis als DJ: Eigentlich ganz unspektakulär: Einmal habe ich die Nadel beim Auflegen so sehr über eine für mich sehr wertvolle Platte gehauen, dass sie nicht mehr spielbar war. Das war schon ziemlich ärgerlich.

Beste Zeit zum Auflegen: Morgens, mittags, abends. In letzter Zeit habe ich vor allem sehr lange Sets gespielt, was mir großen Spaß gemacht hat, da man die Möglichkeit hat, vieles auszuprobieren.

Geheimwaffe: Gute Laune.

Lieblingsgetränk beim Auflegen: Wasser.

Unterwegs immer im Gepäck: Etwas zu lesen.

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe: … versuche ich mich als guter Schüler.

Aktuelle eigene Veröffentlichung: Kommt noch, momentan probiere ich aber noch viel herum.

 


 

Download (MP3, 320 kBit/s, 66:40 Min., 160,1 MB)

01. Thomas Köner – Teimo (Type)
02. TMFDJC – Three (Denovali Records)
03. Jon Porras – Into Midnight (Thrill Jockey)
04. Nova Scotian Arms – Gathering / Composition (Digitalis Recordings)
05. Tim Hecker – In the Fog (Kranky)
06. Max Richter – Iconography (130701)
07. *AR – Decline (Type)
08. Ben Frost – Leo Needs A New Pair Of Shoes (Bedroom Community)
09. Aphex Twin – Selected Ambient Works Vol. II (D-2) (Warp Records)
10. Ø – Muistetun palaava taajuus (Sähkö Recordings)
11. Bersarin Quartett – Niemals Zurück (Denovali Records)
12. Portishead – Pedestal (Go! Beat)
13. Undr P – Sub Ghetto Live (Freund Der Familie Remix) (Koax Records)
14. Monolake – Ghosts (Monolake / Imbalance Computer Music)
15. Massive Attack – Safe from Harm (Wild Bunch Records)

 


 

Alex, dein Mix kommt bis zur 54. Minute fast vollständig ohne Beats aus. Wie bist du auf diese Idee für den Podcast gekommen?

Da ich mir neben Techno auch sehr viele abstrakte Sachen kaufe, die ich nicht sehr oft einem breiteren Publikum präsentieren kann, war es mir ein großes Bedürftnis, diesen Mix aufzunehmen. Die in ihm enthaltenen Lieder sind mir persönlich sehr wichtig und ich verbinde viel mit ihnen. Auch fand ich es selber sehr spannend, einen Setaufbau so zu kreieren, dass es über Ambient bis zu Trip Hop und Drum’n’Bass geht, und es hat mir viel Freude bereitet, die Tracklist auszutüfteln.

Wie und wo hast du den Mix aufgenommen?

Den Mix habe ich zu Hause an einem DJ Mischpult und zwei Plattenspielern aufgenommen.

Wo kann man dich demnächst an den Decks erleben?

Im Dezember zum Beispiel. Da spiele ich unter anderem am 07. des Monats in Stockholm im Berns Salonger zusammen mit Rødhåd, worauf ich mich schon sehr freue. Ein ähnliches Programm gibt es auch das Wochenende darauf in Helsinki im Kuudes Linja.

In Berlin wird man mich ganz sicher auch wieder bald sehen und hören können. Zum Beispiel auf der nächsten Dystopian Party. Für weitere Dates und News gibt es noch meine Facebook- und Resident Advisor-Seiten, die stetig aktualisiert werden.

 


 

In der Rubrik Am Deck stellen wir in jeder Groove-Ausgabe einen der wahren Helden hinter den DJ-Pulten vor: Einen jener Residents, die außerhalb ihrer Stadt oder Region nur wenige kennen, die aber in ihrer Heimat unverzichtbare Grundlagenarbeit leisten. Einen der vielversprechenden Nachwuchsstars, die noch kaum eigene Veröffentlichung vorweisen können, dafür aber mit qualitativ hochwertigen Sets beeindrucken. Und weil Musik mehr sagt als tausend Worte, bekommt jeder DJ, dessen Am Deck-Fragebogen im Heft abgedruckt wird, auch die Chance, sich mit einem Mix auf groove.de zu präsentieren.


14.11.2012 Text: Daniel Fersch