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SKRATCH Am Deck 03

Alter: 26

Homebase: Berlin, Resident bei der Veranstaltungsreihe Version.

Erste Platte: Ran ReedThe Introduction / Enough

Was mich zum DJ gemacht hat: Faszination und Besessenheit.

Mein erster Mix: … war 1999 in einem Jugendclub. Damals hatte ich noch keine eigenen Decks und bekam dort die Chance, etwas zu lernen.

Ich lege auf mit: Vinyl und Dubplates.

Meine Musik: Alles, was für mich Substanz hat und mir etwas vermittelt, das sich im alltäglichen Leben nicht findet oder mit Worten nicht gesagt werden kann. In meinen Sets dominieren seit 2005 vorwiegend Dubstep-Sounds. Seit ich von Photek, Metalheadz, Roni Size und so weiter Wind bekam, hatte ich immer eine Liebe für basslastige britische Produktionen.

Das Beste beim Auflegen: Eine gute Location, ein fettes Soundsystem und angenehme Leute. Wenn dann die Musik zwischen all dem resoniert, macht alles seinen Sinn.

Das Nervigste beim Auflegen: Schlechte Technik und unqualifizierte Musikwünsche. Strikte Timetables.

Das schlimmste Erlebnis beim Auflegen: Von Betrunkenen vollgequatscht zu werden und deswegen den Mix zu versauen.

Groupies: Hat jeder DJ, der halbwegs was drauf hat. Für mich geht’s um den Sound.

Liebste Zeit zum Auflegen: zwischen 2 und 7 Uhr

Geheimwaffe: MalaLeft Leg Out

Lieblingsgetränk beim Auflegen: Club Mate mit Wodka oder Gin Tonic

Unterwegs immer im Gepäck: Sennheiser HD 25-Kopfhörer, zwei Tonabnehmersysteme mit Shure M44-7-Nadeln und Elacin ER-15 Earplugs.

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, bin ich: … in meiner eigenen Welt, so wie jeder andere auch.

Aktuelle eigene Veröffentlichung: Gut Ding will Weile haben! Mixe und so weiter gibt es aber auf soundcloud.com/skratchofficial zu hören.

 


 

Download (MP3, 320 kBit/s, 73:00 Min., 167,2 MB)
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01. Deadbeat – Third Quarter (The Vampire Of Mumbai) {BLKRTZ}
02. Commodo – Dokument {Origin Audio}
03. Alix Perez – Metric {Tempa}
04. Kryptic Mindz – When Two Paths Cross {Tectonic}
05. Headhunter – What U Got {BM Soho}
06. Cluekid – Cyberfunk {Aquatic Lab}
07. Killawatt – Mystic Vocation {Osiris}
08. Roska – 480 BC {Tectonic}
09. Distance & Skream – Wise Men {Ringo}
10. Loefah – Twisup VIP (remixed by Youngsta & Task) {DMZ}
11. Distal & HxdB – Booyant {Tectonic}
12. Biome – DMT feat. Fallen 45 {Osiris}
13. Pinch – Blow Out The Candle {Tectonic}
14. Data – Little White Lies {Dubzilla}
15. Headhunter – Projector {Black Box}
16. Kryptic Minds & Youngsta – Arcane {Black Box}
17. Spinline – Monday Luv (Chronic) {Dispatch}
18. Kryptic Minds – Idiom {Osiris}
19. James Blake – Pan {Hemlock}
20. Black Rain – Biotechno 1 & 2 {Blackest Ever Black}
21. Pinch & Shackleton – Torn & Submerged {Honest Jons}

 


 

Nach welchen Kriterien hast du die Stücke für deinen Mix ausgewählt?

Die Idee für die Selection kommt bei mir immer nach und nach. Ich mixe ein paar Tage vor mich hin bis ich auf den richtigen Vibe komme, dann finden sich die Tunes ganz von selbst.

Wie und wo hast du den Mix aufgenommen?

Den Mix habe ich zu Hause im Studio aufgenommen. Die beste Zeit um Mixes aufzunehmen ist für mich immer nachts, weil ich dann in der besten Stimmung dafür bin und es dem Feeling im Club am nächsten kommt. Glücklicherweise kann ich durch meine Wohnsituation jederzeit eine hohe Lautstärke fahren, was mir beim Mixen ziemlich wichtig ist. Es gibt nichts besseres als einen abgedunkelten Raum mit wuchtigem Sound. Dann kann ich alles andere um mich herum vergessen und bin nur bei der Musik. Der Mix besteht zu 100% aus Vinyl und wurde in einem Take aufgenommen.

Wo kann man dich demnächst an den Decks erleben?

Am 27. Juli 2012 im Astra Kulturhaus in Berlin bei der Veranstaltung Dubbing You. Dort gibt es dann ein exklusives Oldskool Jungle und Drum & Bass Set zu hören. Darauf freue ich mich besonders, weil ich selten dazu komme, das in der Öffentlichkeit zu spielen.

 


 

In der Rubrik Am Deck stellen wir in jeder Groove-Ausgabe einen der wahren Helden hinter den DJ-Pulten vor: Einen jener Residents, die außerhalb ihrer Stadt oder Region nur wenige kennen, die aber in ihrer Heimat unverzichtbare Grundlagenarbeit leisten. Einen der vielversprechenden Nachwuchsstars, die noch kaum eigene Veröffentlichung vorweisen können, dafür aber mit qualitativ hochwertigen Sets beeindrucken. Und weil Musik mehr sagt als tausend Worte, bekommt jeder DJ, dessen Am Deck-Fragebogen im Heft abgedruckt wird, auch die Chance, sich mit einem Mix auf groove.de zu präsentieren.


12.07.2012 Text: Die Redaktion