Nôze - Body Language Vol. 11 - Compilation Review

NÔZE Body Language Vol. 11 (Get Physical)

Nôze alias Nicolas Sfintescu and Ezéchiel Pailhès sind ganz sicher keine Kinder von Traurigkeit und haben sich mit einer Kombination aus DJ/Produzenten-Skills und einem leichten Hang zu humoresken Referenzen ihren Ruf als Rampensäue erspielt. Als solche sind sie auch mehr als naheliegende Kandidaten für die Body-Language-Reihe auf Get Physical, geht es hier doch vor allem erst mal um „Gude Laune“ mit Stil, sprich handwerklich unantastbare Tanzbodenfunktionalität mit Spaßfaktor, jenseits dröger Techno-Theorie oder puristischer Manifeste. Wie der Name schon sagt, die Hüfte muss wackeln. Und das tut sie auch bei der elften Ausgabe ausnahmslos gut. Nôzes Mix strömt eine physische, Clap-getragene Zielstrebigkeit aus, der man sich schwer entziehen kann. Das groovt mal elegant (wie bei JC Freaks „Dub Praise“), hat gelegentlich Mitsingqualitäten (Oliver Koletzki & Fran – „Arrow And Bow“, Ruede Hagelstein – „Embezzle Me“ im Tiefschwarz-Remix, Dixie Yure – „By Defection“) und hat natürlich auch den ein oder anderen Schenkelklopfer im Gepäck, wie etwa Lumps „Feeling“ inklusive Saloon-igem Piano und drängelnden Vocals, oder auch die Cowbell-Hymne „A Drumstick And A Light Future“ von Ferrer/Sydenham. Feiner Mix, der genau das erfüllt, was er verspricht.

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01.07.2012 Text: Stefan Dietze